Um das Schnittmuster auf sich anzupassen, sollte man folgende Maße nehmen:
Variante B
Schulterbreite
Brustumfang (B)
Taillenumfang (T)
Hüftumfang (H)
Oberarmumfang (O)
Körperlänge (von Schulter bis Boden)
Die untere Schnittmusterbreite (S) wird durch die Stoffbreite bestimmt (im Durchschnitt zwischen 140 cm und 180 cm).
Die untere Breite der Geren (D) hängt davon ab, wie weit der Surcot insgesamt werden soll. Wird der Surcot bodenlang und
mit Schleppe geschnitten,
sollten die Geren nicht zu schmal ausfallen, weil sonst die Beinfreiheit beim Gehen behindert wird. Daher wäre es gut, wenn
die Geren unten mindestens die halbe Stoffbreite haben.
Für Variante A reicht es die Schulterweite, Armlänge bis Ellebogen sowie die Körpergröße zu messen. Die untere
Weite des Gewandes hängt hier auch wieder von der Stoffbreite ab. Die Länge der seitlichen Schlitze ist Geschmackssache.
Der Ärmelausschnitt am Voder-bzw. Rückenteil ist etwa so groß, wie der Umfang des Oberarms + 30 cm.
Bei Variante C reicht es wahrscheinlich die Schulterbreite, Hüftumfang und Körperlänge (von Schulter bis Boden)
zu messen. Für die untere Schnittmusterbreite gilt wohl das gleiche wie beim Surcot B.
Wie breit der Steg an Rücken und Brust werden soll oder wie groß die Armlöcher geschnitten werden, ist persönlicher Geschmack.
Nähen
Variante A

Stoff doppelt legen, Schnittmuster darauf verteilen und ausschneiden - mit einer Nahtzugabe von ca. 2cm. Dabei beachten,
daß das Schnittmuster für die Ärmel nur halb ist. Daher sollte das Ärmelmuster mit der geraden Kante bündig zum Stoffumbruch
liegen. Gewandungsteile säumen bzw. mit "Zick -Zack -Stich" gegen Ausfransen sichern.
Jeweils die beiden Vorder- bzw. Rückenteile zusammennähen, Naht versäubern und ausbügeln. Dann die so gewonnenen beiden
Gewandungsteile an der Schulter zusammen stecken, anpassen und zusammennähen. Den Halsauschnitt mit einem
"Durchschlupfschlitz" versehen, säumen und gegebenenfalls Borte annähen.
Die Ärmel an den Schulternähten einpassen und festnähen. Dann alle Gewandungsteile an den Längsnähten schließen. Wer mag, kann
an den Seitennähten von Vorder-und Rückenteil Schlitze lassen (für die bessere Beinfreiheit) und diese auch mit Borte
verzieren. Alternativ kann mann die Schlitze auch vorne und hinten in Vorder-/Rückenteil machen (Reitschlitze).
Surcot auf die gewünschte Länge schneiden (+ Nahtzugabe von ca 4 cm) und Kante umsäumen.
Zum Schluß die unteren Enden der Ärmel ebenfalls noch mit Borte verziehren.
Variante B

Der hier beschriebene Surcot ist ohne seitliche Schlitze und ohne Schlitze vore/ hinten. Er
ist vorne geknöpft. Zudem könnte man ihn bodenlang nähen und zusätzlich das Rückenteil länger schneiden,
damit das Gewand eine Schleppe bekommt.
Stoff doppelt legen, Schnittmuster darauf verteilen und ausschneiden ( Nahtzugebe ca. 2 cm.) Dabei bei den beiden Hälften
des Vorderteils etwa 10 cm Stoffzugabe an der Mittelnahmt zurechnen und makieren (Abb.1).
Hier wird später die Knopfleiste angebracht.
Die einzellnen Gewandungsteile säumen, bzw. mit Zick- Zack- Stich gegen Ausfransen sichern.
Die beiden Hälften des Rückenteils zusammenstecken - dabei eine der Geren einsetzten - und zusammen nähen.
Die beiden Hälften des Vorderteils entlang der Makierungslinie für die Stoffzugabe mit der Gere zusammenstecken. Dabei die
Stoffzugabe mit der Nahtzugabe der Gere angleichen (Abb.2).
WICHTIG: Nur dort die Stoffzugabe
angleichen, wo später die Gere angenäht wird. Bei der oberen Hälfte der Vorderteile wird die zusätzliche Breite gebraucht,
um daraus die nötige Überlappung für die Knöpfe/ Knopflöcher zu machen.
Die 3 Gewandungsteile ( jeweils ein halbes Vorderteil und eine Gere) zusammen nähen. Dabei die Hälften des Vorderteils max. noch etwa 10 cm über der Gerenspitze weiter zusammen nähen.
( siehe Abb.).

Die Stoffzugabe der beiden Vorderteilhälften jeweils zur Hälfte umfalten, ausbügeln und feststeppen (1). Die Stoffkannte
liegt jetzt doppelt und überlappt in der Mitte ca. 4 cm (2).
Vorder- und Rückenteil zusammenstecken und die zukünftige Konpfleiste provisorisch mit Nadeln schließen. Den Surcot am
Körper anpassen und die Lage der Knöpfe/ Knopflöcher bestimmen und anzeichnen.
Im Vorderteil des Surcot die Durchgreifschlitze anzeichnen. Sie sollten in etwa in Höhe der Hüfte liegen,
um später gut an darunter getragene Gürtel bzw. Gürteltaschen zu kommen.
Die Gewandungsteile wieder auseinander nehmen und die Durchgreifschlitze aufschneiden, säumen und mit einer Blende versehen
(Bild).
Es sieht meistens gut aus, wenn man die Ärmel mit einem Futterstoff versieht. Dazu die Armschnittemuster zusätzlich
noch zweimal aus einem anderen Stoff ausschneiden. Futterstoff und Oberstoff von links aufeinander legen, zusammen nähen,
wenden und ausbügeln.
Nun Vorder- und Rückenteil an den Schultern zusammen nähen und die Ärmel entlang der Schulternaht einsetzten.
Gewand entlang der Seitennähte und die Ärmel an der Längsnaht schließen.
Surcot auf die gewünschte Länge schneiden - Nahtzugabe für den Saum nicht vergessen - und umsäumen.
Variante C
