Die 3 Gewandungsteile ( jeweils ein halbes Rückenteil und eine Gere) zusammen nähen. Dabei die Hälften des Rückenteils max. noch etwa 10 cm über der Gerenspitze weiter zusammen nähen.
( siehe Abb.).

Die Stoffzugabe der beiden Rückenteilhälften jeweils zur Hälfte umfalten, ausbügeln und feststeppen (1). Die Stoffkannte
liegt jetzt doppelt und überlappt in der Mitte ca. 4 cm (2).
(Bild)
Vorder- und Rückenteil zusammenstecken und die zukünftige Konpfleiste provisorisch mit Nadeln schließen. Die Cotte am
Körper anpassen und die Lage der Knöpfe/ Knopflöcher bestimmen und anzeichnen. Die Knopflöcher schneiden und umsäumen, Knöpfe annähen.
Am Vorderteil die Brustabnäher anpassen, stecken und nähen.
Wenn der Rückenverschluß geschnürt werden soll
(Bild), stanzt man anstelle der Knopflöcher mit der Lochzange
gegenüberliegende Löcher in die verstärkten Kanten der beiden Rückenteile. Mit Klebstoff gegen
ausfransen sichern und Ösen einbringen. Danach genügend lange Bänder kreuzweise einziehen.
Fertiges Vorder- bzw. Rückenteil der Cotte an den Schultern und den Seitennähten schließen.
Ärmel in die Armlöcher einpassen, zusammen stecken und auf Sitz überprüfen. Ärmel annähen und bis 10 cm unterhalb
des Ellbogens an der Längsnaht schließen. Dabei auch hier am Unterarm genügend
Stoffzugabe lassen, um die
Knopfleiste anbringen zu können.
Cotte auf die gewünschte Länge schneiden - Nahtzugabe für den Saum nicht vergessen - und umsäumen.
historische Schnittmuster
Abbgebildet sind hier zwei Orginal-, bzw. rekonstruierte Schnitte einer Cotte. Gefunden habe ich diese Schnitte in Ulrich Lehnarts Buch "Keidung & Waffen der Spätgotik
, I/ 1320 - 1370.
Die körperenge Cotte war am Rücken geschnürt oder geknöpft. Zudem konnte das Rückenteil länger geschnitten sein, damit das Gewand eine
Schleppe bekam.
"Da man bei der von Frauen getragenen Cotte die Brust nicht nur durch den Ausschnitt, sondern
auch durch entsprechende Paßform betonen will, die Technik des Brustabnähers aber unbekannt ist, zerlegt
man das Kleid schnitttechisch in senkrechte Streifen, die oben breit, in der Mitte schmal und unten wieder
breit sind. 2"
( 2 Zitat: Kleidung & Waffen der Spätgotik/ Ulrich Lehnart)