Das Schnittmuster
Am Besten verwendet man einen leicht elastischen Stoff, da die Beinling sehr eng sitzten (fast wie eine Strumpfhose). Sie sind an den Füßen oft spitz zulaufend. Zudem kann man anstelle von Stoff- auch Ledersohlen
einsetzten, quasi als Schuhersatz. Von der Farbauswahl her, wurden Beinlinge auch
Mi-Parti getragen. Wer keine Bruech anfertigen möchte, nimmt am besten stattdessen eine kurze Radlerhose
und befestigt die Beinlinge dann an einem seperat getragenen Gürtel. Eventuel kann mann unterhalb des Knies ein
Band/einen Riemen umbinden, um noch einen besseren Sitz der Beinlinge zu bekommen.
Das Schnittmuster anpassen
- Um das Schnittmuster auf sich anzupassen, sollte man folgende Maße nehmen:

- Umfang Oberschenkel (O)
- Umfang Knie (K)
- Umfang Unterschenkel (U)
- Umfang Knöchel (F)
- Spannweite
- Schuhgrösse
-
Der Wert LA steht für die Beinlänge gemessen von Hüftknochen bis Boden,
LI für die Beinlänge gemessen vom Schritt bis Boden
Nähen

Den Stoff doppelt legen, die Schnittmuster darauf verteilen und ausschneiden ( immer mit ca 3cm Nahtzugabe).
Die einzelnen Teile säumen, bzw. mit Zickzackstich gegen Ausfransen sichern. Beinlinge zusammenstecken
und auf genauen Sitz überprüfen. Die Beinlinge sollten dabei eng anliegen. Paßt alles wie gewünscht, die jeweils beiden
Teile eines Beinlings rechts auf rechts legen und zusammen nähen. Dann die Sohlen einnähen und den oberen Rand der Beinlinge verstärken (Z.B. noch einmal
mit Stoff hinterlegen) und Löcher einstanzen. Mit Klepstoff gegen Ausfransen sichern und Ösen einsetzten. Diese sollten nicht zu klein sein,
damit ein halbwegs festes Leder- oder Stoffband zur Befestigung der Beinling durchgezogen werden kann. Wer will, kann die
Befestigungsbänder aber auch direkt an die Beinlinge nähen. Nähte ausbügeln und Beinlinge wenden.
Variation fürs Larp
Diese Beinlinge sind so geschnitten, daß sie im Fußteil schweres Schuhwerk
gut kaschieren. Sie haben keine Sohle und werden unter den Schuhen mit jeweils 2 Gummiriemen oder
Lederbändern befestigt. Um das obigen Schnittmuster anzupassen, addiert man bei den Messewerten für
Unterschenkel, Knöchel und Spanweite ca 10 cm dazu. Zum genauen anpassen des Schnittes zieht man dann die Schuhe an,
die man unter den Beinlingen zu tragen gedenkt. Ist alles genau abgesteckt und angepasst, können die Beinlinge genäht werden.
Damit die Beinlinge noch gut über die Schuhe gezogen werden können, sollte man die hintere
Naht zwischen A und B offen lassen. Sie wird später mit Bändern oder Haken/Ösen über den Schuh
geschlossen.
Damit der Fußteil der Beinlinge den Schuh gut umschließt näht man ungefähr in Höhe des Absatzes und Höhe Fußballen Bänder
fest. Diese sind auf einer Seite zu öffnen (z.B. mit einem Knopf), um sie wieder unter den Schuh entlang am Beinling befestigen zu können.
Leider hat es sich gezeigt, daß sowohl die Leder-, als auch die Gummiriemen nicht besonders lange halten. Sie reißen immer
wieder ab, besonders nach heftigen Bewegungen, wie z.B. im Kampf. Eine bessere Lösung ist uns aber noch nicht eingefallen,
daher wird man wohl immer mal wieder flicken müssen.

Für die oberen Befestigungsriemen am Gürtel, hat es sich bewährt, sie auch mit Gummibändern zu versehen,
damit die Beinlinge bequem und sicher sitzen, auch wenn man sich bückt oder stark bewegt.
Der Stoff wurde doppelt mit Watte gefüttert, um eine gewisse Polsterung für Schläge zu erreichen und dann in Rauten abgenäht.
Je dicker die Fütterung, desto besser polstern die Beilinge natürlich - desto steifer und unbequemer sind sie aber auch.
Also besser abwägen, ob eine Polsterung wirklich so stark sein muß oder ob es nicht auch eine leichtere tut.